| Der diskrete Charme der Bourgeoisie |
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nach dem Film von Luis Bunuel Das Leben der Bourgeoisie scheint sich fast ausschliesslich um die Gestaltung ihrer Freizeit und um die Befriedigung ihrer Bedürfnisse zu drehen. Geld spielt keine Rolle. Die Zeit wird mit gesellschaftlichen Anlässen, amourösen Beziehungen, Ausflügen, Essen, Alkohol und Klatsch über die Runden gebracht. Alles was auch noch so abstruses um sie herum in der Aussenwelt geschieht, wird kaum beachtet und ohne die geringste Beunruhigung zur Kenntnis genommen. Die politische Gegnerin, eine Terroristin, die sich für die Bevölkerung eines Drittweltlandes einsetzt, wird zur Belustigung. Zur willkommenen Abwechslung. Nichts scheint die Damen und Herren zu beängstigen, bis auf die Ankunft der Polizei, welche diese Gesellschaft aber schlussendlich, auf Befehl von oben, schön in Frieden lässt. Der diskrete „Charme“ dieser Gesellschaft besteht in der Auffassung, dass ein Problem nicht existiert, solange man nicht darüber spricht. Das Absurde liegt in der Selbstverständlichkeit. Nur die Ebene der Träume bringt einige Ängste und Verunsicherungen ans Tageslicht. So purzelt das Stück von einer Ebene auf die Nächste und dem Zuschauer fällt es immer schwerer, die Wahrheit, beziehungsweise die Realität zu erkennen.
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