Sex
In der Reihe POPHILEX: Politisch-philosophischen-Exhibitionismus zeigt der Club 111 Sex

Sex in Zeiten der Apokalypse

Ist Sex Glück? Oder ist Sex langweilig? Wird er überbewertet oder ist er tatsächlich so gesund? Braucht es Liebe für den Sex? Ist Sex Gewalt? Ist er das grösste Geschenk der Natur an den Menschen? Kann Sex zur Erleuchtung führen oder ist er bloss eine kostenlose Abendunterhaltung? Ist er Kommunikation oder Sport, oder beides? Wie wichtig ist Sex wirklich? Warum gibt es Aussteiger? Was muss das weibliche „Viagra“ können? Was ist uns an diesem Thema so unangenehm? Was ist typisch für  Sex in unserer Zeit? Sind Freiheiten wie Swingerclubs wirklich eine Bereicherung? Warum hat uns die Moral so fest im Griff? Was macht Beate Uhse so spiessig? Und ist Gruppensex tatsächlich ein Hobby wie jedes andere?
Wir mixen dokumentarisches mit explizitem, spielerisches mit verklemmtem, tierisches mit prüdem und gehen an die Grenzen des Schamgefühls. Lässt sich Sex auf der Bühne darstellen, so dass ein künstlerischer Mehrwert entsteht? Und apropos Mehrwert: Warum kommt beim Thema Sex immer so schnell das Geld ins Spiel? War die Freie Liebe ein PR-Gag der Pharmaindustrie, um den Verkauf der Antibabypille anzukurbeln? Wo ist die subversive Kraft von Sex geblieben? Fragen über Fragen, die unser Guru Doktor “Ich-hatte-sie-alle“ Rat auch nicht wirklich zu beantworten weiss. Aber was solls. Sex soll ein Geheimnis bleiben.

Seit zwei Jahren und ebenso vielen Produktionen hat sich das Theater Club 111 einer neuen theatralen Aufgabe zugewandt, den „Grossen Fragen des Lebens“, wir nennen es POPHILEX: Politisch-philosophischen-Exhibitionismus. Was wie eine Form von Grössenwahn klingt, ist in erster Linie eine Methode: Wir fabrizieren ein Destillat, das sich aus unseren Recherchen und Improvisiertem, dem Zeitgeist und unseren persönlichen Erfahrungen zusammensetzt und dies stets zu einem richtig grossen Thema. Jetzt, nach Geld und Kultur, hat sich unser Publikum überraschenderweise für das Thema Sex entschieden…

Mit: Silvester von Hösslin, Dominique Jann, Danijela Milijic, Grazia Pergoletti und Michael Rath. Musik: Simon Hari, Regie: Meret Matter, Ausstattung: Sarah Giancane, Licht: René Schütz, Grafik: Serge Nyfeler, Produktion: Roland Amrein.

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